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Stefan Kuntz Eine Mannschaft führen, ein Team bilden, Spieler individuell betreuen, Persönlichkeiten formen, Konflikte lösen, Vorbild sein und das Training leiten - das Traineramt stellt vielfältige Anforderungen, für die der Coach ein klares Konzept braucht.
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Rituale

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Rituale - theoretisch

Rituale sind immer wiederkehrende, feste äußere Abläufe, Ordnungen und Automatismen, die dem Fußballcoach helfen, das Training besser zu strukturieren und damit durchschaubarer zu machen. Ziel eines durch Rituale festgelegten bzw. vorgegebenen Trainingsprogramms ist es, Sicherheit, Geborgenheit und Zuversicht zu vermitteln.

Insbesondere Kinder aber auch Erwachsene sind in der heutigen informations- und reizüberfluteten Umwelt auf verlässliche Wegweiser und Vereinbarungen angewiesen, um sich zu orientieren und zu konzentrieren. Rituale helfen, die Komplexität der Eindrücke zu reduzieren und das Wesentliche zu erkennen. Durch Rituale wird die Zeit bzw. der Trainingsablauf übersichtlicher, vertrauter, kalkulierbarer und beherrschbarer. Rituale schaffen Raum für Gespräche und somit Platz für aufgestaute Gefühle wie Freude oder Ärger. Sie helfen, Ängste und Konflikte zu bewältigen und können zu einem ganz neuen Gruppenverständnis, zu einem Miteinander, zu einem Teamspirit, erheblich beitragen. Fehlende Rituale führen zu Verunsicherungen, Ängsten, Gegeneinander bis hin zu chaotischen Zuständen.

Geben Sie Ihrer Mannschaft einen festen, äußeren Rahmen vor, um das Miteinander besser zu fördern, um zu erziehen, um ein Team zu formen.
Rituale...
helfen zu erziehen
strukturieren den Ablauf des Trainings
schaffen ein ausgeprägtes Zeitgefühl
machen lange Erklärungen oft überflüssig
ermöglichen eine kurze und eindeutige Verständigung
vermitteln Sicherheit, Zuversicht und Geborgenheit
steigern die Lernfreude und Kreativität
initiieren und stabilisieren soziales Verahlten
fördern die Mitverantwortung und schaffen Raum für Teamgeist

Rituale – praktisch

Strukturieren Sie Ihr Fußballtraining durch feste Rituale.
feste Trainingszeiten
feste Rhythmen innerhalb des Trainingsaufbaus (siehe auch Rhythmen )
feste Bräuche (monatliche Stammtische, gemeinsame Ausflüge und Aktivitäten, Montagsfrühstück, Videostunde mit gemeinsamer Spielanalyse, etc.)
Kreisgespräche
Das entscheidende Ritual vor bzw. nach dem körperlichen Training ist das Kreisgespräch, bei dem in eine Einstiegsphase sowie Reflexionsphase unterschieden werden kann.
Begrüßungskreis/ Einstieg
Die Mannschaft im Kreis in der Kabine oder auf dem Platz begrüßen
Über persönliche Belange/ Neuigkeiten reden
Feedbacks des letzten Trainings ansprechen/ aufgreifen
Überleitung zum jeweiligen Tagestraining finden
Ablauf des Tages sowie Ziele des Trainings definieren/ transparent machen (z.B. mit Hilfe der Schautafel)
Auf besonders wichtige Verhaltens- und Spielregeln hinweisen
Aufgaben verteilen (Bälle, Geräte, Getränke, ...u.a.)
Geschlossen auf den Platz gehen und trainieren.
Anmerkung: Nehmen Sie Sich als Trainer verbal möglichst zurück; lassen Sie die Spieler reden/ diskutieren.

Material: Tafel, Flipchart, Stifte, Magnete, Regelwand usw.
Abschlusskreis/ Reflexion
Brainstorming zum abgelaufenen Training (Sind die gesteckten Ziele erreicht worden?)
Feedbacks zum Trainingsablauf sammeln
Auf gemachte Übungen und Erfahrungen eingehen (Was war gut? Was müssen wir noch besser machen?)
Mit Hilfe von Medien Übungsformen nochmals darstellen/ Gelerntes wiederholen
Feedbacks zum Verhalten der Einzelspieler/ des Teams sammeln (jeder Spieler sollte die Möglichkeit haben, die auf dem Trainingsplatz gemachten positiven wie auch negativen Erfahrungen anzusprechen; siehe auch Kommunikation)
Ausblick auf den kommenden Trainingstag geben
Hausaufgaben/ Beobachtungsaufgaben aufgeben
Verabschiedung/ gemeinsames Verlassen der Kabine
Anmerkung: Nehmen Sie Sich auch hier als Trainer verbal zurück; lassen Sie die Spieler reden bzw. diskutieren (siehe Kommunikation).

Material: siehe oben.
Der Reflexionsphase kommt eine weitere sehr wichtige Komponente zu: Hier hat der Trainer wieder die Möglichkeit, erzieherisch auf sein Team einzuwirken. Sollte sich ein Spieler überhaupt nicht an die Verhaltensregeln gehalten haben, so muss dies hier vom Trainer oder vom Team angesprochen werden.

Jeder Spieler sollte außerdem die Möglichkeit haben, auf dem Trainingsplatz gemachte positive wie auch negative Erfahrungen anzusprechen. Achten Sie als Trainer darauf, dass sich die Teamkollegen immer ins Gesicht schauen, sich direkt ansprechen und über ihren Gefühlszustand sprechen ("Mich hat traurig gemacht, dass du...). Auch der "Beschuldigte“ muss sich dazu direkt äußern. In solchen Situationen können insbesondere Kinder oft sehr gut über ihre Gefühle sprechen.

Für den Trainer ist zu beachten, dass der "Beschuldigte“ nie in eine Ecke gedrängt wird, sondern am besten mit dem ganzen Team immer Möglichkeiten einer Konfliktbewältigung gesucht werden.
Wenn Sie noch Fragen oder Anregungen zum Thema Coaching haben,
senden Sie uns eine E-Mail.
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